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Der Monat Oktober

Gebetsanliegen des Papstes und
Monatsspruch für
diesen Monat ==>

1.10.

Hl. Theresia vom Kinde Jesu

Text dazu

2.10.

Heilige Schutzengel (G)

Text dazu

3.10.

Tag der Deutschen EInheit
Die beiden Ewalde

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Text dazu

4.10.

Hl. Franz von Assisi (G)

Text dazu

5.10.

Hl. Meinolf

6.10.

Hl. Bruno (g)

Text dazu

7.10.

Unsere Lieben Frau vom Rosenkranz (G)

8.10.

Hl. Simeon

9.10.

Hl. Dionysius und Gefährten (g); hl. Johannes Leonardi (g)

Text dazu

10.10.

Hl. Gereon

11.10.

Sel. Johannes XXIII. (g) | Bruno I.

12.10.

Hl. Maximilian

13.10.

Hl. Esuard

14.10.

Hl. Kallistus 1. (g)

15.10.

Hl. Theresia von Jesus (von Ävila) (G) | Aurelia

. | Text dazu

16.10.

Hl. Hedwig von Andechs (g); hl. Gallus (g); hl. Margareta Maria Alacoque (g)

Text dazu

17.10.

Hl. Ignatius von Antiochien (G)

Text dazu

18.10.

Hl. LUKAS (F); Jahrestag d. Weihe d. eigenen Kirche (H)

Text dazu

19.10.

Hl. Paul vom Kreuz | Johannes de Brebeif | Isaak Jogues +Gefährten

Texte dazu

20.10.

Hl. Wendelin (8)

Text dazu

21.10.

Ul. Ursula und Gefährtinnen (g)

Text dazu

22.10.

Hl. Cordula

23.10.

Hl. Johannes von Capestrano (g) | Hl. Severin von Köln

- |Text dazu

24.10.

Hl. Antonius Maria Claret (g) | Evergislus

- | Text dazu

25.10.

Hl. Krispin und Krispina

26.10.

Hl. Amandus

27.10.

Hl. Sabina

28.10.

Hl.. SIMON UND HL. JUDAS (F)

29.10.

Hl. Ferrutius

30.10.

Hl. Adolf Rodrigues

31.10.

Hl. Wolfgang (g); | Reformationsfest

Texte dazu | Text dazu

Gebetsanliegen des Papstes:

OKTOBER

Allgemeine Gebetsmeinung
Dass Politiker stets ehrlich, integer und wahrheitsliebend handeln.
Missionsgebetsmeinung
Dass in christlichen Gemeinden die Bereitschaft wächst, Missionare, Priester und Laien, und konkrete Mittel für arme Kirchen zur Verfügung zu stellen.

Monatsspruch:

Wie kann ein Mensch gerecht sein vor Gott?   Ijob 4,17 (L)

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Tage:

1. OKTOBER   Heilige Theresia vom Kinde Jesu

Theresia vom Kinde Jesu wurde 1873 in Alenqon in der Normandie geboren. In jungen Jahren schon wollte sie in den Karmel von Lisieux eintreten. Schließlich wurde der 16jährigen ihr Wunsch 1889 erfüllt. Bald schon übernahm sie Verantwortung in ihrem Orden. Sie schrieb ihre Geschichte einer Seele nieder. Hans Urs von Balthasar sagt von ihr: „Mir ist in neuerer Zeit kein heiligge­sprochener Christ bekannt, der ein solch dichterisches Vermögen gehabt hätte." Ihre tödliche Krankheit begann in der Nacht zum Karfreitag 1896 mit einem Anfall von Bluthusten. Sie starb am 30. September 1897. In ihrer Frömmigkeit spricht sie vom „kleinen Weg", der allen zugänglich ist. Auf diesem „kleinen Weg" gilt es, immer nur den nächsten, gerade jetzt fälligen Schritt zu tun. Auf ihm gibt es keinerlei Trennung von Gottes- und Nächstenliebe. Sie sagt: „Man erwartet nie zuviel von Gott, man bekommt von ihm soviel, als man erhofft", wobei - wie ihr Leben im Glauben bezeugt - sie auch viel Dunkel zu durchleben und so manche „Wü­ste" zu durchqueren hatte. Am 17. Mai 1925 wurde sie heiliggesprochen.

2.    HEILIGE SCHUTZENGEL

Die Bibel geht davon aus, dass es Engel gibt. Im Alten Testament er­scheint manchmal jene geheimnisvolle Gestalt, die sich einer ge­nauen Bestimmung entzieht, weil sie einerseits als Gottes Bote auftritt, andererseits Jahwe selbst ist, ,,der Engel des Herrn". Es kommen auch Engel vor, die den Menschen schützen. Doch einen Schutzengel im heutigen Sinn des Wortes, als ständigen Begleiter und Schützer des Menschen, kennt das Alte Testament nicht.

Im Neuen Testament wird von Engeln gesprochen, die zum dauernden Beistand des Menschen bestimmt sind. Sie  ,,sind die­nende Geister, ausgesandt zum Dienst derer, die das Heil erben sol­len" ) Hebr 1, 14). Auch in der Apostelgeschichte findet sich der Glaube an einen Engel als ständigen Begleiter des Menschen (Apg 12,15). Neben den guten Engeln gibt es die bösen Mächte, die dem Menschen feind sind.

Bei vielen Kirchenvätern ist dieser Glaube bezeugt und wurde auch weiterentwickelt - vor allem von Thomas von Aquin. Seit­dem hat sich auch die liturgische Verehrung der Schutzengel ver­breitet. Seit der Neuordnung der Liturgie im Jahre 1969 wird ein Gedächtnistag für die Schutzengel begangen.

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3. OKTOBER Die beiden Ewalde

Im siebten Jahrhundert in England geboren und im Rheinland sowie in Westfalen verehrt - das sind die beiden Ewalde, zwei Brüder mit dem gleichen Namen. Die sterblichen Überreste der beiden Patrone Westfalens ruhen in der Kölner Basilika St. Kunibert. Im Münsteraner Paulusdom befinden sich aber auch einige Reliquien.

Beide angelsächsischen Missionare kamen gegen Ende des siebten Jahrhunderts nach Deutschland. Willibrord von Echternach lud sie zur Mission ein. Man nannte sie wegen ihrer unterschiedlichen Haarfarbe den „weißen" und den „schwar­zen Ewald". Sie missionierten wahrscheinlich unter den Sachsen an Rhein, Ruhr und Lippe. Allerdings war ihre Tätigkeit nur von kurzer Dauer. Sie wurden der Legende nach bereits um 695 bei Dortmund-Aplerbeck erschlagen.

„Ewald" ist althochdeutsch und bedeutet „der nach Recht und Gesetz Herrschende. Die beiden Priester werden in der Regel zusammen in Priesterge­wändern dargestellt, der „Wei­ße" mit einem Schwert und der „Schwarze" mit einer Keule zum Zeichen ihres Martyriums.

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4. OKTOBER HEILIGER FRANZ VON Assisi

Die große Persönlichkeit des im Jahre 1182 geborenen Franz von Assisi hat die Herzen unzähliger Menschen bewegt. Er war ein Mensch grenzenloser Güte und herber Strenge, wie seine Zeitgenossen immer wieder betonten.

Die erste Hälfte seines Lebens verbrachte Franziskus in üppi­ger Verschwendung und - so seine Worte - ganz der ,,Sünde" ver­haftet. Dann kam im Leben des 25jährigen die große Wende. Nach einer Berufung lebte er als Büßer, in vollkommener Armut, und erweckte Jesus, wie ihn das Evangelium schildert, wieder zum Leben." Bald nach 12O9 schlossen sich ihm ,,Brüder" an, die wie er arm und demütig leben wollten. Daraus entstand der ,,Orden der geringen Brüder". Im Jahr 1224, am Ende seines Lebens, empfing Franz auf dem Alvernaberg in der Einsamkeit die Wundmale Jesu und lebte die letzte Zeit unter großen Schmerzen, bis er am 3. Oktober 1226 ,,den Tod mit Singen" (Celano) empfing.

Wo Liebe ist und Weisheit, ist nicht Angst und Unerfahrenheit.

Wo Geduld ist und Demut, ist nicht Zorn noch Erregung.

Wo Armut ist und Freude, ist nicht Gier noch Geiz.

Wo Stille ist und Besinnlichkeit, ist nicht Unruhe noch Ziellosigkeit.

Wo Barmherzigkeit ist und Bescheidenheit, ist nicht Überfluss noch Härte.   Franz von Assisi

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6. OKTOBER   Heiliger Bruno

Bruno, ein um 1030 in Köln geborener Adliger, wurde Priester, lehrte an der Domschule in Reims und wurde 1057 ihr Leiter. Sein berühmtester Schüler war der spätere Papst Urban II. 1075 wurde Bruno Kanzler des Erzbischofs in Reims. Nach dessen Absetzung wegen Amtsmissbrauchs sollte er sein Nachfol­ger werden, er aber zog sich 1083 in die Nähe von Molesmes zu­rück, wo er als Einsiedler leben wollte. 1084 gründete er mit sechs weiteren Gefährten in einer einsamen Gegend bei Grenoble eine Einsiedelei: Chartreuse, die erste Kartause. Je zwei Mönche lebten in einer Hütte und führten ein äußerst strenges Asketenleben: kärgliche Mahlzeiten, beständiges Schweigen und achtstündige asketische Übungen. Die Kartäuser, die als einzige Ordensgemein­schaft der katholischen Kirche nie reformiert wurden, haben als Wahlspruch: „Stat crux, dum volvitur orbis" („Das Kreuz steht, während die Erde sich dreht"). Bruno starb am 6. Oktober 1101.

 9. OKTOBER   Heiliger Dionysius und Gefährten

Diie Verehrung des heiligen Bischofs und Märtyrers Dionysius (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Apostelschüler) wird schon seit dem 6. Jahrhundert erwähnt. Seine Verehrung hatte ihr Zentrum im Kloster St. Denis bei Paris, der Grabstätte der französischen Könige, wo nach einem Bericht Gregors von Tours zahlreiche Wunder geschahen. Die Legenden berichten, er sei von Papst Fabian im 3. Jahrhundert nach Gallien zur Missionierung ge­sandt worden. Er ist Patron von Paris und gehört zu den Nationalheiligen von Frankreich.

9. OKTOBER   Heiliger Johannes Leonardi

Johannes, 1541 in Lucca in der Toscana geboren, wurde 1573 J Priester und gründete zur Erziehung Jugendlicher die „Gesell­schaft von der christlichen Lehre" sowie für die Seelsorge und den Armenschulunterricht die Kongregation der „Regularkleriker der Mutter Gottes", die später mit den Piaristen vereinigt wurden. Klemens VIII. übertrug ihm die Reform und Visitation verschiedener Kongregationen. Er starb am 9. Oktober 1609 in Rom.

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15. OKTOBER Aurelia

Im Mittelalter wurde die selige Aurelia besonders in Straßburg, Regensburg und in der ös­terreichischen Stadt Bregenz sehr verehrt. Welche Lebensge­schichte sich hinter der Namenspatronin verbirgt, ist jedoch ungewiss.

Die Straßburger gingen im Mittelalter davon aus, dass Au­relia eine der Begleiterinnen der in Köln verehrten heiligen Ur­sula gewesen sei. Mit ihr soll sie um 304 das Martyrium erlitten haben.

Als wahrscheinlicher gilt heute, dass Aurelia als Reklusin beim Kloster St. Emmeram in Regensburg lebte. Für dieses zu­rückgezogene Leben entschied sie sich um das Jahr 975. Über fünf Jahrzehnte verbrachte sie abgeschieden in ihrer Klause. Dort starb sie schließlich am 15. Oktober 1027. Ihr Seelenführer soll der Regensburger Bischof Wolfgang gewesen sein.

Im Jahr 1330 wurde zum Gedenken an Aurelia in der Kirche des Benediktinerklosters St. Emmeram ein kostbares Hoch­grab gebaut. Im Straßburger Münster erinnert noch heute ein Glasgemälde aus dem 13. Jahr­hundert an die Selige.

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16. OKTOBER   Heiliger Gallus  ;   Heilige Maria Aiacoque

Gallus, um 550 in Irland geboren, gehörte zu den zwölf irischen Mönchen, die um 590 zusammen mit dem hl. Kolumban über das Frankenreich nach Alemannien kamen. Vom Züricher See ver­trieben, zogen sie weiter und wirkten sechs Jahre am Bodensee. Als der hl. Kolumban nach Oberitalien weiterzog, blieb Gallus wegen einer Krankheit zurück und lebte in einer Einsiedelei am Mühletobel, dem heutigen St. Gallen. Er wurde in den folgenden Jahren ein begehrter Ratgeber beim Volk und Klerus. Das Bi­schofsamt von Konstanz und die Abtswürde von Luxieul lehnte er ab. In Arbon am Bodensee soll er am 16. Oktober um 640 gestor­ben sein. Seine Zelle war die Keimzelle für die berühmte Abtei St. Gallen. Die Stadt und der Kanton führen seinen Namen.

16. OKTOBER   Heilige Hedwig von Andechs

Hedwig, 1147 geboren, stammte aus dem Geschlecht der Gra­fen von Andechs am Ammersee in Bayern; ihre Nichte war die hl. Elisabeth von Thüringen, ihre Urgroßnichte die hl. Elisabeth von Portugal. 13jährig wurde sie mit Herzog Heinrich I. von Schle­sien vermählt, dem sie sieben Kinder schenkte. Hedwig widmete sich ganz dem Wohl ihres Volkes und der Vertiefung des christ­lichen Glaubens in der Bevölkerung. Neben zahlreichen Spitälern und Krankenpflege-Einrichtungen stiftete sie das berühmte Zisterzienserinnenkloster Trebnitz im Norden von Breslau. Hedwig zog sich dorthin als Witwe zurück und starb am 15. Oktober 1243. Schon 1267 wurde sie heiliggesprochen.

 17. OKTOBER   Heiliger Ignatius von Antiochien

Ignatius steht in der Bischofsliste von Antiochien als „zweiter nach Petrus* Er nannte sich selbst Theophoros (Gottes träger) und behielt diesen Beinamen zeit seines Lebens. Die Legende machte ihn zu dem Kind, das Jesus in seine Arme schloss. Er soll Schüler des Apostels Johannes gewesen sein. Unter Kaiser Hadrian (98-117) wurde er mit mehreren Gefährten gefesselt nach Rom gebracht wo er den Tod durch wilde Tiere erwartete. Auf dieser Reise schrieb er seine sieben berühmten Briefe an verschiedene christli­che Gemeinden. In ihnen kommt seine große Liebe zu Christus und seine Sehnsucht nach dem Martyrium zum Ausdruck. Er starb um das Jahr 117 im Kolosseum in Rom, von wilden Tieren zu Tode gerissen.

Lukas, der geliebte Arzt

Am 18. Oktober feiert die Kirche das Fest des Evangelisten Lukas

In der Ambrosianischen Bibliothek in Mailand wird ein Dokument aus dem zweiten

Jahrhundert nach Christus aufbewahrt. Es liefert erste Auskünfte über den Evangelisten Lukas. Mit Lukas ist es wie mit allen Evangelisten: Mühsam müssen sich die Bibelwissenschaftler den Weg zu ihnen bahnen, denn im Altertum haben Autoren so gut wie nichts über sich selbst ausgesagt. In besagtem Dokument aus Mailand heißt es: „Dieser Lukas ist ein Arzt, den Paulus nach Christi Himmelfahrt als Reisegefährten mit sich genommen hat. Er hat das Evangelium in seinem Namen auf Grund des Gehörten verfasst; er hat den Herrn nicht selbst

gesehen, deswegen hat er geschrieben, was ihm an Quellen zugänglich war, und mit der Geburt des Johannes begonnen.“

Lukas, der Arzt und Schriftsteller, betont selbst in seinem Vorwort zum Evangelium, dass er kritisch das Material über Jesus gesammelt, die Quellen studiert habe, um seinen Freund Theophilus zu überzeugen. Lukas ist auch der Verfasser der ersten Kirchengeschichte, der Apostelgeschichte. Durch Vergleiche des Schreibstils, der Sprache und der theologischen Schwerpunkte kann dies leicht belegt werden. Vieles spricht dafür, dass Lukas in Antiochien Christ wurde und dort mit Paulus in Kontakt kam. Als dessen Mitarbeiter gelangt er nach

Jerusalem, lernt hier die Apostel und wahrscheinlich auch Maria, die Mutter Jesu, kennen. In seinem Evangelium scheint er auf die Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 nach Christus zurückzublicken. Das spräche für eine Abfassung des Evangeliums nach diesem Zeitpunkt.

Lukas stellt uns ein besonderes Christusbild vor Augen: Jesus als den endgültigen Heilbringer Gottes für alle Menschen. Den Heiland der Welt. Für Juden und für Heiden. Ohne Lukas wüssten wir nichts von der anrührenden Emmausbegegnung am Ostertag, nur wenig von der Vorliebe Jesu für die Armen und Sünder, für die einfachen und kleinen Leute.

Das Gleichnis vom barmherzigen Vater, der dem weggelaufenen Sohn trotz seines stadtbekannten Luderlebens ohne Wenn und Aber eine neue Chance gibt, hat nur Lukas notiert. Er hat auffallend viele Gleichnisse Jesu aufgeschrieben. Ihm liegt daran, dass wir begreifen, wie Gott zu uns ist und wie es im Reich Gottes zugeht. Rettung ist immer möglich.

Übrigens — ohne das Lukasevangelium wüssten wir nichts von den Hirten an der Krippe und ebenso unbekannt wäre die Szene der Begegnung zwischen Maria und dem Engel Gabriel in Nazareth. Unter den vier Evangelisten nimmt Maria, die Mutter Jesu, bei Lukas eine besondere Stellung ein. Weil später die Legende behauptete, Lukas sei auch Maler gewesen, werden ihm einige Mariendarstellungen zugeschrieben. Ein wirklich bedeutendes Kunstwerk unter diesen ist das Muttergottesbild in Santa Maria Maggiore in Rom.Der Name Lukas ist wahrscheinlich eine Kurzform von Lukanos oder Luzius. Der Evangelist stammt aus einem griechischen Kulturmilieu, möglicherweise aus Antiochien. Dass er kulturell gebildet ist, geht aus seinem literarischen Geschmack und seinen Geschichtskenntnissen hervor. Er schreibt das geschliffenste Griechisch im Neuen Testament überhaupt. Offensichtlich wendet er sich an Christen, die aus dem Heidentum gekommen sind. Lukas versucht, soviel wie möglich sich ihrer Denkart und ihren Auffassungen anzupassen. So wie er schreibt, kann nur ein feinfühliger Mensch schreiben, jemand, der tief mitfühlt mit dem Leiden und Schicksal der Menschen.

Im Neuen Testament wird er an drei Stellen genannt: im Kolosserbrief (4,14), im Philemonbrief (24) und im zweiten Brief an Timotheus (4,11). Seine Gebeine, die heute in Padua verehrt werden, wurden im Jahr 357 in die Apostelkirche zu Konstantinopel gebracht und von dort später nach Italien. Lukas hat uns ein Evangelium hinterlassen, das zur Freude ermuntert und Hoffnung gibt für die Zukunft. Genau das, was wir dringend brauchen.

                     ERICH LÄUFER  © 2003  by Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln

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19. OKTOBER Paul   vom   Kreuz

Der heilige Paul vom Kreuz war Gründer des Passionistenor­dens. Als  Erstgeborener einer verarmten Adelsfamilie wuchs er nahe der italienischen Stadt Piemont auf. Bereits als Jugendlicher erteilte der Heilige Katechismus-Unterricht in seiner Gemeinde. Nach einer Vision des Heilands beschloss er im Alter von 22 Jah­ren sein Leben ganz Gott zu wei­hen. Während er 40 Tage in Ab­geschiedenheit lebte, verfasste er die Ursprungsregel des späteren Passionistenordens. Er wollte einen Orden gründen, in dem die Brüder ihr Leben mit der Tatkraft der Jesuiten und in der Einsam­keit der Kartäuser führten. 1737 setzte er diesen Wunsch schließ­lich um.

Gemeinsam mit seinem Bruder Johann Baptist errichtete er auf der italienischen Halbinsel Orbetello das erste Kloster des Ordens. Die Passionisten legen anstatt der üblichen drei vier Ge­lübde ab: Sie geloben zusätzlich die Andacht zum Leiden Christi zu fördern. Deshalb wird der Or­den auch Kongregation vom Leiden Jesu Christi genannt. Im Alter von 81 Jahren starb Paul 1775 in Rom.

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19. OKTOBER   Heiliger Johannes de Brebeuf,  

Der Jesuit Jean de Brebeuf, 1593 in Conde-sur-Vire geboren, war einer der zahlreichen Märtyrer in Kanada. Brebeuf mis­sionierte bei den Huronen, und schrieb einen Katechismus, ein Wörterbuch und eine Grammatik in deren Sprache. Nach vielen bewegten Jahren geriet er gemeinsam mit weiteren Gefährten in die Gefangenschaft der Irokesen, die sie am 16. März 1649 an Marterpfählen töteten.

19. OKTOBER   Heiliger Isaak Jogues und Gefährten

Der Jesuit Isaacjogues, 1607 in Orleans geboren, wirkte ebenfalls bei den Huronen und konnte auf dem Werk Jean de Brebeufs aufbauen. 1642 wurde Jogues ebenfalls von den Irokesen gefangengenommen und misshandelt, aber selbst in der Gefangenschaft missionierte er weiter und taufte viele von ih­nen. Nach seiner Flucht kehrte er nach Frankreich zurück. Hier von Papst und König hochgeehrt, ging er erneut nach Kanada zurück als Friedensstifter zwischen Franzosen und den Mohawks. Diese ermordeten ihn im Oktober 1646 am Marterpfahl. Die er­sten Märtyrer Nordamerikas wurden 1930 heiliggesprochen.

 20. OKTOBER   Heiliger Wendelin

Wendelin lebte zur Zeit des hl. Bischofs Magnerich von Trier (561/65-578) als Mönch und Einsiedler im Waldgebirge (lat.: Vasagus, „Vogesen") zwischen der Saar und dem Hunsrück. Die Legende macht ihn zum Königssohn und zum Abt von Tholey. Sein Grab ist schon um 1000 bezeugt und hat der Stadt seinen Na­men gegeben: St. Wendel. Die Kirchentitel und die volkstümliche Verehrung - er wurde angerufen, wenn das Vieh krank war - er­streckte sich über West- und Süddeutschland; durch Auswanderer kamen sie um 1800 auch nach Nordamerika und Osteuropa.

21. OKTOBER HEILIGE URSULA

Die Legende von der hl. Ursula und ihren 11 000 Gefährtinnen sowie die ganze Ausgestaltung des Martyriums sind geschicht­lich nicht haltbar. Echt jedoch ist der Kern der Ursula-Legende: Un­ter der Grabeskirche der hl. Ursula in Köln war ein Heiligtum der ägyptischen Göttin Isis. Echt ist auch die Märtyrerbasilika, die bald nach 400 nach einer in Stein gehauenen Inschrift aus dem vierten oder fünften Jahrhundert zur Ehren der heiligen Märtyrerjung­frauen neu errichtet wurde, nachdem eine ältere Kirche an dieser Stelle abgebrannt war. Die Verehrung verbreitete sich über das ganze Abendland.

23. OKTOBER HEILIGER SEVERIN

Severin wurde um 400 Bischof von Köln. Er wird in der Legende wegen seiner Fähigkeit gerühmt, himmlischen Gesang wahrnehmen zu können. So soll er vom Tod des Martin von Tours erfahren haben, als er in Köln nach der Messe die heiligen Stätten der Reliquien umschritt. Seine erst um 900 geschriebene Legende lässt ihn in Bordeaux sterben, auf Verlangen der Kölner wurde der Leichnam überführt und in Köln bestattet.

Schon früh wurde Severin in Köln hoch verehrt. Grabungen haben bestätigt, dass er unter der Kirche begraben liegt, die seit dem 9. Jahrhundert seinen Namen trägt. Reliquien lagen dort in einem Goldschrein, der in der Französischen Revolution zerstört wurde.

Patron von Köln; Der Weber; für Regen; gegen Unglück und Trockenheit

Bauernregel: Spätestens ab Severin ist mit Frost als Vorbote des Winters zu rechnen:

,,Wenn’s St. Severin gefällt,  bringt er mit die erste Kält’.

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24. OKTOBER Evergislus

Die Lebensgeschichte des heiligen Evergislus führt in die zweite Hälfte des sechsten Jahrhunderts. Wie aus dieser Zeit die schriftli­chen Quellen allgemein sehr rar sind, so gilt dies in Besonderem für den Heiligen. Er zählt als der fünfte bekannte Bischof von Köln und ist der erste, der einen fränkischen Namen - Eberigisil - trägt. Das heißt übersetzt „edler Kämpfer". Er wurde in der Mitte des sechsten Jahrhunderts in Ton­gern/Belgien geboren und starb dort wohl um das Jahr 593.

Der Legende nach wurde er vom Kölner Bischof Severin aus­gebildet, der jedoch im vierten Jahrhundert lebte. Gregor von Tour überlieferte, dass Evergislus um 590 im Auftrag von König Childebert II. einen Streit in Poi-tiers schlichtete, eine Kirche in Birten bei Xanten stiftete und am Brunnen von St Gereon in Köln von Kopfschmerzen geheilt worden sei.

Nach seinem Tod setzte rasch die Verehrung des Patrons der Glaser und der Kölner Malerzunft ein. Erzbischof Bruno I. (953 bis 965) ließ die Gebeine seines Vor­gängers nach Köln überführen. Heute ruhen sie in der Kölner Kirche St. Peter.

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31. OKTOBER  HEILIGER WOLFGANG

Um 924 als schwäbischer Adliger geboren, erhielt Wolfgang eine Erziehung in der Klosterschule auf der Reichenau und in Würzburg. Von seinem Freund Heinrich, dem späteren Erzbischof von Trier, nach Trier berufen, finden wir ihn später in der kaiserlichen Kanzleibehörde in Köln. Wolfgang trat dann mit 40 Jahren in das für seine strenge Disziplin bekannte Benediktinerkloster Einsiedeln ein, wo er zum Priester geweiht wurde. Schließlich wirkte er als Missionar in Ungarn.

Wolfgang war ein Mensch, der lange Zeit nach seiner Berufung suchte. Immer wieder wegen seiner großen Kompetenz und Fä­higkeit in die Pflicht genommen, sehnte er sich doch nach dem zu­rückgezogenen Leben eines Mönches. Aber Kaiser Otto II. er­nannte den Zögernden 972 zum Bischof von Regensburg.

Bescheiden in seinen Ansprüchen und frei von persönlichem Ehrgeiz zeichneten den Bischof Barmherzigkeit und Nachsichtig­keit aus, die sich bei ihm mit einem großen organisatorischen Talent verbanden. Der heilige Wolfgang ist ein  ,,aktueller" Heiliger. Sein von vielen Brüchen gekennzeichneter Lebensweg, sein müh­sames Ringen um seine wirkliche Berufung ist uns modernen Menschen etwas Nahes.

31. Oktober REFORMATIONSTAG

Der Reformationstag wird in den evangelischen Kirchen zum Gedächtnis an die Reformation gefeiert. Zunächst oft an Mar­tin Luthers Geburtstag (10. November) oder Todestag (18.Februar) gefeiert, setzte sich seit dem 17. Jahrhundert der 31. Oktober, der Tag der  Thesenveröffentlichung Luthers durch. Er soll am Vorabend von Allerheiligen an das Portal der Schlosskirche von Wittenberg seine 95 Thesen angeschlagen haben, die - auch für ihn überraschend - ein überwältigendes Echo fanden. Dieses Datum be­deutet den faktischen Beginn der Reformation.

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