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Der Monat Oktober |
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Gebetsanliegen des Papstes und
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Gebetsanliegen des Papstes:OKTOBER
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Monatsspruch:Wie kann ein Mensch gerecht sein vor Gott? Ijob 4,17 (L) |
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1. OKTOBER Heilige Theresia vom Kinde JesuTheresia vom Kinde Jesu wurde 1873 in Alenqon in der Normandie geboren. In jungen Jahren schon wollte sie in den Karmel von Lisieux eintreten. Schließlich wurde der 16jährigen ihr Wunsch 1889 erfüllt. Bald schon übernahm sie Verantwortung in ihrem Orden. Sie schrieb ihre Geschichte einer Seele nieder. Hans Urs von Balthasar sagt von ihr: „Mir ist in neuerer Zeit kein heiliggesprochener Christ bekannt, der ein solch dichterisches Vermögen gehabt hätte." Ihre tödliche Krankheit begann in der Nacht zum Karfreitag 1896 mit einem Anfall von Bluthusten. Sie starb am 30. September 1897. In ihrer Frömmigkeit spricht sie vom „kleinen Weg", der allen zugänglich ist. Auf diesem „kleinen Weg" gilt es, immer nur den nächsten, gerade jetzt fälligen Schritt zu tun. Auf ihm gibt es keinerlei Trennung von Gottes- und Nächstenliebe. Sie sagt: „Man erwartet nie zuviel von Gott, man bekommt von ihm soviel, als man erhofft", wobei - wie ihr Leben im Glauben bezeugt - sie auch viel Dunkel zu durchleben und so manche „Wüste" zu durchqueren hatte. Am 17. Mai 1925 wurde sie heiliggesprochen.2. HEILIGE SCHUTZENGELDie Bibel geht davon aus, dass es Engel gibt. Im Alten Testament erscheint manchmal jene geheimnisvolle Gestalt, die sich einer genauen Bestimmung entzieht, weil sie einerseits als Gottes Bote auftritt, andererseits Jahwe selbst ist, ,,der Engel des Herrn". Es kommen auch Engel vor, die den Menschen schützen. Doch einen Schutzengel im heutigen Sinn des Wortes, als ständigen Begleiter und Schützer des Menschen, kennt das Alte Testament nicht.Im Neuen Testament wird von Engeln gesprochen, die zum dauernden Beistand des Menschen bestimmt sind. Sie ,,sind dienende Geister, ausgesandt zum Dienst derer, die das Heil erben sollen" ) Hebr 1, 14). Auch in der Apostelgeschichte findet sich der Glaube an einen Engel als ständigen Begleiter des Menschen (Apg 12,15). Neben den guten Engeln gibt es die bösen Mächte, die dem Menschen feind sind.Bei vielen Kirchenvätern ist dieser Glaube bezeugt und wurde auch weiterentwickelt - vor allem von Thomas von Aquin. Seitdem hat sich auch die liturgische Verehrung der Schutzengel verbreitet. Seit der Neuordnung der Liturgie im Jahre 1969 wird ein Gedächtnistag für die Schutzengel begangen.| zurück |3. OKTOBER Die beiden EwaldeIm siebten Jahrhundert in England geboren und im Rheinland sowie in Westfalen verehrt - das sind die beiden Ewalde, zwei Brüder mit dem gleichen Namen. Die sterblichen Überreste der beiden Patrone Westfalens ruhen in der Kölner Basilika St. Kunibert. Im Münsteraner Paulusdom befinden sich aber auch einige Reliquien.Beide angelsächsischen Missionare kamen gegen Ende des siebten Jahrhunderts nach Deutschland. Willibrord von Echternach lud sie zur Mission ein. Man nannte sie wegen ihrer unterschiedlichen Haarfarbe den „weißen" und den „schwarzen Ewald". Sie missionierten wahrscheinlich unter den Sachsen an Rhein, Ruhr und Lippe. Allerdings war ihre Tätigkeit nur von kurzer Dauer. Sie wurden der Legende nach bereits um 695 bei Dortmund-Aplerbeck erschlagen.„Ewald" ist althochdeutsch und bedeutet „der nach Recht und Gesetz Herrschende. Die beiden Priester werden in der Regel zusammen in Priestergewändern dargestellt, der „Weiße" mit einem Schwert und der „Schwarze" mit einer Keule zum Zeichen ihres Martyriums.| zurück |
4. OKTOBER HEILIGER FRANZ VON AssisiDie große Persönlichkeit des im Jahre 1182 geborenen Franz von Assisi hat die Herzen unzähliger Menschen bewegt. Er war ein Mensch grenzenloser Güte und herber Strenge, wie seine Zeitgenossen immer wieder betonten.Die erste Hälfte seines Lebens verbrachte Franziskus in üppiger Verschwendung und - so seine Worte - ganz der ,,Sünde" verhaftet. Dann kam im Leben des 25jährigen die große Wende. Nach einer Berufung lebte er als Büßer, in vollkommener Armut, und erweckte Jesus, wie ihn das Evangelium schildert, wieder zum Leben." Bald nach 12O9 schlossen sich ihm ,,Brüder" an, die wie er arm und demütig leben wollten. Daraus entstand der ,,Orden der geringen Brüder". Im Jahr 1224, am Ende seines Lebens, empfing Franz auf dem Alvernaberg in der Einsamkeit die Wundmale Jesu und lebte die letzte Zeit unter großen Schmerzen, bis er am 3. Oktober 1226 ,,den Tod mit Singen" (Celano) empfing.Wo Liebe ist und Weisheit, ist nicht Angst und Unerfahrenheit.Wo Geduld ist und Demut, ist nicht Zorn noch Erregung.Wo Armut ist und Freude, ist nicht Gier noch Geiz.Wo Stille ist und Besinnlichkeit, ist nicht Unruhe noch Ziellosigkeit.Wo Barmherzigkeit ist und Bescheidenheit, ist nicht Überfluss noch Härte. Franz von Assisi| zurück |6. OKTOBER Heiliger BrunoBruno, ein um 1030 in Köln geborener Adliger, wurde Priester, lehrte an der Domschule in Reims und wurde 1057 ihr Leiter. Sein berühmtester Schüler war der spätere Papst Urban II. 1075 wurde Bruno Kanzler des Erzbischofs in Reims. Nach dessen Absetzung wegen Amtsmissbrauchs sollte er sein Nachfolger werden, er aber zog sich 1083 in die Nähe von Molesmes zurück, wo er als Einsiedler leben wollte. 1084 gründete er mit sechs weiteren Gefährten in einer einsamen Gegend bei Grenoble eine Einsiedelei: Chartreuse, die erste Kartause. Je zwei Mönche lebten in einer Hütte und führten ein äußerst strenges Asketenleben: kärgliche Mahlzeiten, beständiges Schweigen und achtstündige asketische Übungen. Die Kartäuser, die als einzige Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche nie reformiert wurden, haben als Wahlspruch: „Stat crux, dum volvitur orbis" („Das Kreuz steht, während die Erde sich dreht"). Bruno starb am 6. Oktober 1101.9. OKTOBER Heiliger Dionysius und GefährtenDiie Verehrung des heiligen Bischofs und Märtyrers Dionysius (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Apostelschüler) wird schon seit dem 6. Jahrhundert erwähnt. Seine Verehrung hatte ihr Zentrum im Kloster St. Denis bei Paris, der Grabstätte der französischen Könige, wo nach einem Bericht Gregors von Tours zahlreiche Wunder geschahen. Die Legenden berichten, er sei von Papst Fabian im 3. Jahrhundert nach Gallien zur Missionierung gesandt worden. Er ist Patron von Paris und gehört zu den Nationalheiligen von Frankreich.9. OKTOBER Heiliger Johannes LeonardiJohannes, 1541 in Lucca in der Toscana geboren, wurde 1573 J Priester und gründete zur Erziehung Jugendlicher die „Gesellschaft von der christlichen Lehre" sowie für die Seelsorge und den Armenschulunterricht die Kongregation der „Regularkleriker der Mutter Gottes", die später mit den Piaristen vereinigt wurden. Klemens VIII. übertrug ihm die Reform und Visitation verschiedener Kongregationen. Er starb am 9. Oktober 1609 in Rom.| zurück |15. OKTOBER AureliaIm Mittelalter wurde die selige Aurelia besonders in Straßburg, Regensburg und in der österreichischen Stadt Bregenz sehr verehrt. Welche Lebensgeschichte sich hinter der Namenspatronin verbirgt, ist jedoch ungewiss.Die Straßburger gingen im Mittelalter davon aus, dass Aurelia eine der Begleiterinnen der in Köln verehrten heiligen Ursula gewesen sei. Mit ihr soll sie um 304 das Martyrium erlitten haben.Als wahrscheinlicher gilt heute, dass Aurelia als Reklusin beim Kloster St. Emmeram in Regensburg lebte. Für dieses zurückgezogene Leben entschied sie sich um das Jahr 975. Über fünf Jahrzehnte verbrachte sie abgeschieden in ihrer Klause. Dort starb sie schließlich am 15. Oktober 1027. Ihr Seelenführer soll der Regensburger Bischof Wolfgang gewesen sein.Im Jahr 1330 wurde zum Gedenken an Aurelia in der Kirche des Benediktinerklosters St. Emmeram ein kostbares Hochgrab gebaut. Im Straßburger Münster erinnert noch heute ein Glasgemälde aus dem 13. Jahrhundert an die Selige.| zurück |16. OKTOBER Heiliger Gallus ; Heilige Maria AiacoqueGallus, um 550 in Irland geboren, gehörte zu den zwölf irischen Mönchen, die um 590 zusammen mit dem hl. Kolumban über das Frankenreich nach Alemannien kamen. Vom Züricher See vertrieben, zogen sie weiter und wirkten sechs Jahre am Bodensee. Als der hl. Kolumban nach Oberitalien weiterzog, blieb Gallus wegen einer Krankheit zurück und lebte in einer Einsiedelei am Mühletobel, dem heutigen St. Gallen. Er wurde in den folgenden Jahren ein begehrter Ratgeber beim Volk und Klerus. Das Bischofsamt von Konstanz und die Abtswürde von Luxieul lehnte er ab. In Arbon am Bodensee soll er am 16. Oktober um 640 gestorben sein. Seine Zelle war die Keimzelle für die berühmte Abtei St. Gallen. Die Stadt und der Kanton führen seinen Namen.16. OKTOBER Heilige Hedwig von AndechsHedwig, 1147 geboren, stammte aus dem Geschlecht der Grafen von Andechs am Ammersee in Bayern; ihre Nichte war die hl. Elisabeth von Thüringen, ihre Urgroßnichte die hl. Elisabeth von Portugal. 13jährig wurde sie mit Herzog Heinrich I. von Schlesien vermählt, dem sie sieben Kinder schenkte. Hedwig widmete sich ganz dem Wohl ihres Volkes und der Vertiefung des christlichen Glaubens in der Bevölkerung. Neben zahlreichen Spitälern und Krankenpflege-Einrichtungen stiftete sie das berühmte Zisterzienserinnenkloster Trebnitz im Norden von Breslau. Hedwig zog sich dorthin als Witwe zurück und starb am 15. Oktober 1243. Schon 1267 wurde sie heiliggesprochen.17. OKTOBER Heiliger Ignatius von AntiochienIgnatius steht in der Bischofsliste von Antiochien als „zweiter nach Petrus* Er nannte sich selbst Theophoros (Gottes träger) und behielt diesen Beinamen zeit seines Lebens. Die Legende machte ihn zu dem Kind, das Jesus in seine Arme schloss. Er soll Schüler des Apostels Johannes gewesen sein. Unter Kaiser Hadrian (98-117) wurde er mit mehreren Gefährten gefesselt nach Rom gebracht wo er den Tod durch wilde Tiere erwartete. Auf dieser Reise schrieb er seine sieben berühmten Briefe an verschiedene christliche Gemeinden. In ihnen kommt seine große Liebe zu Christus und seine Sehnsucht nach dem Martyrium zum Ausdruck. Er starb um das Jahr 117 im Kolosseum in Rom, von wilden Tieren zu Tode gerissen.Lukas, der geliebte ArztAm 18. Oktober feiert die Kirche das Fest des Evangelisten LukasIn der Ambrosianischen Bibliothek in Mailand wird ein Dokument aus dem zweitenJahrhundert nach Christus aufbewahrt. Es liefert erste Auskünfte über den Evangelisten Lukas. Mit Lukas ist es wie mit allen Evangelisten: Mühsam müssen sich die Bibelwissenschaftler den Weg zu ihnen bahnen, denn im Altertum haben Autoren so gut wie nichts über sich selbst ausgesagt. In besagtem Dokument aus Mailand heißt es: „Dieser Lukas ist ein Arzt, den Paulus nach Christi Himmelfahrt als Reisegefährten mit sich genommen hat. Er hat das Evangelium in seinem Namen auf Grund des Gehörten verfasst; er hat den Herrn nicht selbstgesehen, deswegen hat er geschrieben, was ihm an Quellen zugänglich war, und mit der Geburt des Johannes begonnen.“Lukas, der Arzt und Schriftsteller, betont selbst in seinem Vorwort zum Evangelium, dass er kritisch das Material über Jesus gesammelt, die Quellen studiert habe, um seinen Freund Theophilus zu überzeugen. Lukas ist auch der Verfasser der ersten Kirchengeschichte, der Apostelgeschichte. Durch Vergleiche des Schreibstils, der Sprache und der theologischen Schwerpunkte kann dies leicht belegt werden. Vieles spricht dafür, dass Lukas in Antiochien Christ wurde und dort mit Paulus in Kontakt kam. Als dessen Mitarbeiter gelangt er nachJerusalem, lernt hier die Apostel und wahrscheinlich auch Maria, die Mutter Jesu, kennen. In seinem Evangelium scheint er auf die Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 nach Christus zurückzublicken. Das spräche für eine Abfassung des Evangeliums nach diesem Zeitpunkt.Lukas stellt uns ein besonderes Christusbild vor Augen: Jesus als den endgültigen Heilbringer Gottes für alle Menschen. Den Heiland der Welt. Für Juden und für Heiden. Ohne Lukas wüssten wir nichts von der anrührenden Emmausbegegnung am Ostertag, nur wenig von der Vorliebe Jesu für die Armen und Sünder, für die einfachen und kleinen Leute.Das Gleichnis vom barmherzigen Vater, der dem weggelaufenen Sohn trotz seines stadtbekannten Luderlebens ohne Wenn und Aber eine neue Chance gibt, hat nur Lukas notiert. Er hat auffallend viele Gleichnisse Jesu aufgeschrieben. Ihm liegt daran, dass wir begreifen, wie Gott zu uns ist und wie es im Reich Gottes zugeht. Rettung ist immer möglich.Übrigens ohne das Lukasevangelium wüssten wir nichts von den Hirten an der Krippe und ebenso unbekannt wäre die Szene der Begegnung zwischen Maria und dem Engel Gabriel in Nazareth. Unter den vier Evangelisten nimmt Maria, die Mutter Jesu, bei Lukas eine besondere Stellung ein. Weil später die Legende behauptete, Lukas sei auch Maler gewesen, werden ihm einige Mariendarstellungen zugeschrieben. Ein wirklich bedeutendes Kunstwerk unter diesen ist das Muttergottesbild in Santa Maria Maggiore in Rom.Der Name Lukas ist wahrscheinlich eine Kurzform von Lukanos oder Luzius. Der Evangelist stammt aus einem griechischen Kulturmilieu, möglicherweise aus Antiochien. Dass er kulturell gebildet ist, geht aus seinem literarischen Geschmack und seinen Geschichtskenntnissen hervor. Er schreibt das geschliffenste Griechisch im Neuen Testament überhaupt. Offensichtlich wendet er sich an Christen, die aus dem Heidentum gekommen sind. Lukas versucht, soviel wie möglich sich ihrer Denkart und ihren Auffassungen anzupassen. So wie er schreibt, kann nur ein feinfühliger Mensch schreiben, jemand, der tief mitfühlt mit dem Leiden und Schicksal der Menschen.Im Neuen Testament wird er an drei Stellen genannt: im Kolosserbrief (4,14), im Philemonbrief (24) und im zweiten Brief an Timotheus (4,11). Seine Gebeine, die heute in Padua verehrt werden, wurden im Jahr 357 in die Apostelkirche zu Konstantinopel gebracht und von dort später nach Italien. Lukas hat uns ein Evangelium hinterlassen, das zur Freude ermuntert und Hoffnung gibt für die Zukunft. Genau das, was wir dringend brauchen.ERICH LÄUFER © 2003 by Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln| zurück |19. OKTOBER Paul vom KreuzDer heilige Paul vom Kreuz war Gründer des Passionistenordens. Als Erstgeborener einer verarmten Adelsfamilie wuchs er nahe der italienischen Stadt Piemont auf. Bereits als Jugendlicher erteilte der Heilige Katechismus-Unterricht in seiner Gemeinde. Nach einer Vision des Heilands beschloss er im Alter von 22 Jahren sein Leben ganz Gott zu weihen. Während er 40 Tage in Abgeschiedenheit lebte, verfasste er die Ursprungsregel des späteren Passionistenordens. Er wollte einen Orden gründen, in dem die Brüder ihr Leben mit der Tatkraft der Jesuiten und in der Einsamkeit der Kartäuser führten. 1737 setzte er diesen Wunsch schließlich um.Gemeinsam mit seinem Bruder Johann Baptist errichtete er auf der italienischen Halbinsel Orbetello das erste Kloster des Ordens. Die Passionisten legen anstatt der üblichen drei vier Gelübde ab: Sie geloben zusätzlich die Andacht zum Leiden Christi zu fördern. Deshalb wird der Orden auch Kongregation vom Leiden Jesu Christi genannt. Im Alter von 81 Jahren starb Paul 1775 in Rom.| zurück |.19. OKTOBER Heiliger Johannes de Brebeuf,Der Jesuit Jean de Brebeuf, 1593 in Conde-sur-Vire geboren, war einer der zahlreichen Märtyrer in Kanada. Brebeuf missionierte bei den Huronen, und schrieb einen Katechismus, ein Wörterbuch und eine Grammatik in deren Sprache. Nach vielen bewegten Jahren geriet er gemeinsam mit weiteren Gefährten in die Gefangenschaft der Irokesen, die sie am 16. März 1649 an Marterpfählen töteten.19. OKTOBER Heiliger Isaak Jogues und GefährtenDer Jesuit Isaacjogues, 1607 in Orleans geboren, wirkte ebenfalls bei den Huronen und konnte auf dem Werk Jean de Brebeufs aufbauen. 1642 wurde Jogues ebenfalls von den Irokesen gefangengenommen und misshandelt, aber selbst in der Gefangenschaft missionierte er weiter und taufte viele von ihnen. Nach seiner Flucht kehrte er nach Frankreich zurück. Hier von Papst und König hochgeehrt, ging er erneut nach Kanada zurück als Friedensstifter zwischen Franzosen und den Mohawks. Diese ermordeten ihn im Oktober 1646 am Marterpfahl. Die ersten Märtyrer Nordamerikas wurden 1930 heiliggesprochen.20. OKTOBER Heiliger WendelinWendelin lebte zur Zeit des hl. Bischofs Magnerich von Trier (561/65-578) als Mönch und Einsiedler im Waldgebirge (lat.: Vasagus, „Vogesen") zwischen der Saar und dem Hunsrück. Die Legende macht ihn zum Königssohn und zum Abt von Tholey. Sein Grab ist schon um 1000 bezeugt und hat der Stadt seinen Namen gegeben: St. Wendel. Die Kirchentitel und die volkstümliche Verehrung - er wurde angerufen, wenn das Vieh krank war - erstreckte sich über West- und Süddeutschland; durch Auswanderer kamen sie um 1800 auch nach Nordamerika und Osteuropa.
21. OKTOBER HEILIGE URSULADie Legende von der hl. Ursula und ihren 11 000 Gefährtinnen sowie die ganze Ausgestaltung des Martyriums sind geschichtlich nicht haltbar. Echt jedoch ist der Kern der Ursula-Legende: Unter der Grabeskirche der hl. Ursula in Köln war ein Heiligtum der ägyptischen Göttin Isis. Echt ist auch die Märtyrerbasilika, die bald nach 400 nach einer in Stein gehauenen Inschrift aus dem vierten oder fünften Jahrhundert zur Ehren der heiligen Märtyrerjungfrauen neu errichtet wurde, nachdem eine ältere Kirche an dieser Stelle abgebrannt war. Die Verehrung verbreitete sich über das ganze Abendland.
23. OKTOBER HEILIGER SEVERINSeverin wurde um 400 Bischof von Köln. Er wird in der Legende wegen seiner Fähigkeit gerühmt, himmlischen Gesang wahrnehmen zu können. So soll er vom Tod des Martin von Tours erfahren haben, als er in Köln nach der Messe die heiligen Stätten der Reliquien umschritt. Seine erst um 900 geschriebene Legende lässt ihn in Bordeaux sterben, auf Verlangen der Kölner wurde der Leichnam überführt und in Köln bestattet.Schon früh wurde Severin in Köln hoch verehrt. Grabungen haben bestätigt, dass er unter der Kirche begraben liegt, die seit dem 9. Jahrhundert seinen Namen trägt. Reliquien lagen dort in einem Goldschrein, der in der Französischen Revolution zerstört wurde.Patron von Köln; Der Weber; für Regen; gegen Unglück und TrockenheitBauernregel: Spätestens ab Severin ist mit Frost als Vorbote des Winters zu rechnen:,,Wenn’s
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