|
CHRISTI HIMMELFAHRT
Die Erhöhung Christi betont einen besonderen Aspekt der österlichen Auferstehung und der Geistsendung. Deshalb ist die Feier der Himmelfahrt in den ersten Jahrhunderten mit dem Pfingstfest verbunden gewesen und erst seit dem vierten Jahrhundert ein eigener Feiertag.
Die 40 Tage nach Ostern bilden zum einen ein Pendant zur 40-tägigen Fastenzeit vor Ostern, zum anderen hat die Zahl 40 in der Bibel eine besondere Bedeutung: Moses weilte 40 Tage auf dem Berge Sinai und Jesus wurde 40 Tage in der Bibel auf die Probe gestellt.
Die Aufnahme in den Himmel wird in der Apostelgeschichte 1,9 sehr bildreich beschrieben: „Und als er das gesagt hatte, wurde er zusehends aufgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.“
Allerdings ist die Himmelfahrt in der Wolke nicht wörtlich gemeint, sondern die Wolke steht in der alttestamentlichen Tradition für die Gegenwart Gottes. Die Kirchen sprechen heute von der Erhöhung Christi, um deutlich zu machen, dass Jesus an der Herrlichkeit Gottes teil hat, dass er Gott gleich geworden ist. Mit der Redensart "in den Himmel kommen" ist kein konkreter physischer Raum gemeint, sondern die Nähe zu Gott. Um den Himmelfahrtstag haben sich einige Bräuche wie z.B. das Ausblasen der in der Osternacht entzündeten Kerze, das Hinaufziehen einer Christusstatue zur Decke der Kirche und der Verzehr von Geflügel (fliegendem Tier) entwickelt.
PFINGSTEN SONNTAG
Heute feiern wir in der Sendung des Heiligen Geistes, den Jesus seinen Jüngern verheißen hat, die Vollendung des Christus- und Ostermysteriums. Das erste Pfingstfest lag nach dem Bericht der Apostelgeschichte (Apg 2, 1-11, siehe Seite 90) an einem jüdischen Feiertag, dem jüdischen Erntedankfest, dem Fest der Weizenernte, das 50 Tage nach dem Paschafest gefeiert wurde. Schon im Spätjudentum war aus dem agrarischen Fest ein heilsgeschichtliches Fest geworden, der Erinnerungstag des Bundesschlusses auf dem Sinai. Die Beibehaltung des spätjüdischen, von der griechischen Zahl Fünfzig herkommenden Namens (50. Tag = Pentekoste - Pfingsten) sagt bereits, dass Pfingsten kein in sich ruhendes sondern ein nach Ostern zurückschauendes, noch zur Osterfeier gehörendes Fest ist, so etwas wie eine ,,Schlussfuge", in der ein Motiv der Osterbotschaft kraftvoll herausgearbeitet wird: Christus lebt, und wir leben in ihm, d.h. in seinem Heiligen Geist.
DREI FALTIGKEITSSONNTAG
Das Hochfest der allerheiligsten Dreifaltigkeit wurde erst im Hochmittelalter in das liturgische Jahr eingefügt Es wurde zu einem Tag des Bekenntnisses zu unserer Taufe, die jeder Christ im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes empfängt. Durch die Taufe findet der Mensch zur wahren Bestimmung und Sinnerfüllung seines Lebens. der Verherrlichung und Anbetung des dreifaltigen Gottes.
FRONLEICHNAM
Das Hochfest des Leibes und Blutes Christi wurde im Hochmittelalter durch Papst Urban IV. in das liturgische Jahr eingefügt und 1277 in Köln erstmals durch eine Prozession ausgezeichnet. Sie bringt in besonderer Weise zum Ausdruck, dass Jesus mit seinem pilgernden Gottesvolk unterwegs ist. Die Freude über seine Gegenwart prägt das Fest. - Das Wort Fronleichnam setzt sich zusammen aus dem mittelhochdeutschen Fron (= Herr). Frondienst ist Herrendienst. Leichnam meinte nicht wie heute den toten Leib sondern den lebendigen Menschen. Fronleichnam heißt also: lebendiger Leib des Herrn.
1. MAI HEILIGER JOSEF, DER ARBEITER
Das Fest des hl. Josefs, des Arbeiters, wurde von Papst Plus XII. 1955 eingeführt. Es handelt sich dabei um ein Gedenken, das den Nährvater Jesu mit dem Tag der Arbeit, als welcher der 1. Mai im außerkirchlichen Raum gehalten wird, in Verbindung bringt.
2. MAI HEILIGER ATHANASIUS
Athanasius, 295 in Alexandrien in Ägypten geboren, war Diakon und Staatssekretär seines Bischofs Alexander und als solcher auf dem Konzil von Nicäa (325), wo er sich bereits mit den Arianern auseinander setzte. 328 wurde er Nachfolger Alexanders. Die Streitigkeiten mit Arius und seinen Anhängern, die die Gottgleichheit Jesu Christi anzweifelten, hatten für Athanasius die mehrmalige Verbannung zur Folge, so dass er insgesamt 17 Jahre fern seiner Bischofsstadt leben musste. Seine umfangreiche schriftstellerische Tätigkeit bezog sich vor allem auf seine theologischen Überzeugungen, um deretwillen er sein ganzes Leben litt. Unter anderem schrieb er auch eine legendenhafte Vita des hl. Antonius, den er in seiner Jugend persönlich kennen gelernt hatte. 373 starb er in Alexandrien.
3.MAI PHILIPPUS UND JAKOBUS
Philippus stammte aus Betsaida am Nordufer des Sees Gennesaret und war mit Andreas befreundet. Vor der Berufung durch Jesus war er ein Jünger Johannes des Täufers. Im Johannesevangelium wird er einige Male erwähnt, und in den Apostelverzeichnissen steht er an fünfter Stelle. Philippus ist vermutlich in Hierapolis in Kleinasien gestorben.
Jakobus war der Sohn des Alphäus und wird in der Bibel (außer in den Apostellisten) nicht erwähnt. Der Beiname der Jüngere weist vielleicht darauf hin, dass damit eine unter den Jüngern Jesu aufgekommene Rangordnung gemeint ist, weil Jakobus der Ältere von Jesus früher berufen wurde. Jakobus jedenfalls gehörte nicht zu denen, die um einen Ehrenplatz zur Rechten und Linken des Herrn stritten (vgl. Mt 20,20-28). Er gehörte auch nicht zu den ganz nahen Vertrauten Jesu. Wahrscheinlich hat er in der Kirche von Jerusalem und beim Apostelkonzil eine führende Rolle gespielt. Im Jahre 62 starb er, vermutlich als Märtyrer.
4. MAI HEILIGER FLORIAN UND HLL. MÄRTYRER VON LORCH
Florian ist der Patron der Feuerwehrleute; Schmiede und Kaminkehrer bitten ihn um seinen Beistand. In Süddeutschland, Österreich, Böhmen und Ungarn erfreut sich der hl. Florian großer Beliebtheit.
Im 3. Jahrhundert wurde er in Zeiselmauer bei Wien geboren und getauft. Er wurde Offizier im römischen Heer und schließlich Kanzleivorsteher des römischen Statthalters. Sein Sitz war Lauriacum, das heutige Lorch bei Enns in der Provinz Ufernoricum. Bei den Christenverfolgungen unter Diokletian Anfang des 4. Jahrhunderts wurden auch in Lauriacum Christen verhaftet, die Florian dann freikaufen wollte. Dabei wurde auch er festgenommen; schließlich, als er den Göttern nicht opfern wollte, folterte man ihn und verurteilte ihn zum Tod. Er wurde mit einem um den Hals gebundenen Stein von der Brücke in die Enns gestürzt. Noch weitere Christen wurden ermordet. Ihre Gebeine fand man Anfang der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts bei Grabungen in Lorch und setzte sie im Hochaltar bei. Über seinem Grab erhob sich später das Chorherrenstift St. Florian.
5. MAI HEILIGER GODEHARD
Godehard, 960 als Sohn armer Eltern in Reichersdorf in Niederbayern geboren, wurde Mönch im benachbarten Benediktinerkloster Niederalteich und wurde schließlich dort, dann in Herzfeld und Tegernsee Abt. Godehard reformierte die Klöster im Geist von Cluny, dem berühmten Reformkloster in Burgund.
Auf Wunsch Kaiser Heinrichs II. wurde Godehard 1022 Bischof von Hildesheim. Rund 30 neue Kirchen ließ er bauen, erweiterte den Dom und gründete und förderte vor allem zahlreiche neue Schulen. Er wird als ein Mensch mit liebenswürdigem, fröhlichem Wesen beschrieben. Am 5. Mai 1038 starb er in Hildesheim und wurde im Dom beigesetzt.
12. MAI HEILIGER NEREUS UND HEILIGER ACHILLEUS
Nereus und Achilleus waren wahrscheinlich römische Soldaten im Heer Kaiser Diokletians, des brutalen Christenverfolgers. Papst Damasus beschreibt sie in einer von ihm verfassten Inschrift als bekehrte und für den Glauben ermordete Soldaten. Ende des 4. Jahrhunderts wurde über ihrem Grab in der Domitilla-Katakombe eine Basilika erbaut.
12. MAI HEILIGER PANKRATIUS
Die von Papst Symmachus um 500 über dem Grab des Pankratius erbaute Basilika an der Via Aurelia in Rom erinnert an den heiligen Märtyrer, der wahrscheinlich in der Diokletianischen Verfolgung sein Leben für Christus hingab. Die Legende erzählt, er sei als 14jähriger enthauptet worden. Die Verehrung gilt ihm besonders als Schützer des Eides und Rächer des Meineides. Der 12. Mai ist als Festtermin schon in den ältesten römischen Liturgiebücher zu finden.
16. MAI HEILIGER JOHANNES NEPOMUK
Johannes Nepomuk, 1350 in Pomuk in der Nähe von Pilsen geboren, wurde Doktor der Theologie und des Kirchenrechtes, Priester und später Generalvikar in Prag. In den Verwicklungen erbitterter Jurisdiktionsstreitigkeiten zwischen dem Erzbischof und König Wenzel IV. wurde Johannes vom König gefangengenommen und schwer gefoltert. Der Kirchenmann wurde schließlich durch die Straßen Prags geschleift und mit gefesselten Händen und Füßen am 20. März 1393 von der Karlsbrücke in die Moldau gestürzt. Nach seinem Tod entstand die Überlieferung, er sei deswegen Märtyrer geworden, weil er die Preisgabe des Beichtgeheimnisses an den König verweigert habe. Sein Grab befindet sich im Prager Veitsdom. Verehrt wird Nepomuk vor allem als Brückenpatron.
18. MAI HEILIGER JOHANNES I.
Der aus der Toskana stammende Johannes war von 523-526 Bischof von Rom. Der Ostgotenkönig Theoderich hatte Johannes befohlen, nach Konstantinopel zu reisen, damit er sich beim byzantinischen Kaiser Justinos I. zur Rücknahme antiarianischer Maßnahmen einsetzen solle. Für das Papsttum war das eine der größten Demütigungen aller Zeiten, ist der Arianismus doch eine Irrlehre der Frühen Kirche.
Johannes erreichte beim Kaiser nichts. Theoderich ließ den Papst daraufhin bei seiner Rückkehr verhaften und in Ravenna einkerkern. Hier starb Johannes an den erlittenen Demütigungen. Er wurde vom Volk bald als Märtyrer verehrt.
19. MAI HEILIGER COELESTIN V.
Pietro von Murrone, 1215 in den Abruzzen geboren, fand sein ganzes Glück im Einsiedlerleben. Auf dem Monte Marrone errichtete er sich eine Einsiedlerklause; um ihn sammelten sich zahlreiche Schüler. Der Einsiedlerorden der Coelestiner entstand hieraus. Die Kardinale wählten schließlich den fast 80jährigen zum Papst. Obwohl Coelestin V. seine Unfähigkeit beteuerte, änderte das nichts an der Entscheidung der Kardinale. Schon bald wurde ersichtlich, dass er seinem hohen Amt wirklich nicht gewachsen war, und so dankte er als einziger Papst ab am 13. Dezember 1294 nach fünfmonatigem Pontifikat. Sein Nachfolger, der herrschsüchtige Bonifatius VIII., ließ seinen greisen Vorgänger festsetzen. Hinter Mauern musste der abgedankte Papst seine letzten Lebensmonate verbringen, bis er am 19. Mai 1296 starb.
21. MAI HEILIGER HERMANN JOSEF
Hermann Josef, der Mönch von Steinfeld war Kölner. Mit zwölf Jahren kam er um 1162 in das Prämonstratenserkloster Steinfeld in der Eifel. Später trat er in den Orden ein und wurde ein vielbegehrter Prediger und Seelenführer. Groß war seine Verehrung der Mutter Gottes und des hl. Josef, dessen Namen er schließlich seinem Taufnamen zufügte. Er schuf bedeutende Marien- und Herz-Jesu-Hymnen. Gestorben 1225 (oder 1241). Im Zisterzienserinnenkloster Hoven bei Zülpich, fand er seine letzte Ruhestätte in einem Hochgrab in der Basilika in Steinfeld.
22. MAI RITA von CASIA
Rita von Cascia hatte immer wieder eindrucksvolle Visionen. Die Italienerin kam 1380 oder 1360 zur Welt. Gegen ihren Willen wurde sie mit einem Mann verheiratet, der sie während der 18-jährigen Ehe grob misshandelte. Doch dann wurde Ritas Mann ermordet und bald darauf starben auch ihre beiden Söhne. Rita bat um Aufnahme bei den Augustiner-Eremitinnen in Cascia, zunächst aber ohne Erfolg. Nach der dritten Ablehnung sollen ihr laut Legende in einer nächtlichen Vision Johannes der Täufer, Augustinus und Nikolaus von Tolentino erschienen sein, die sie zur offenen Klosterpforte begleiteten. Ins Klosterleben aufgenommen, wurden ihr zahlreiche Gnadenbeweise zuteil. So empfing die Mystikerin bei einer Vision die Wunden der Dornenkrone Jesu, die sie bis an ihr Lebensende behielt. Sie starb 1457, es gibt auch Quellen, die 1434 als Todesjahr angeben. Papst Leo XIII. sprach Rita 1900 heilig.
25. MAI HEILIGER BEDA DER EHRWÜRDIGE
Beda, 673 geboren, war Benediktinermönch im Kloster Jarrow (England). Gerade in der Stille und Stetigkeit des Mönchslebens wurde er zum größten Gottesgelehrten der frühen Zeit der englischen Kirche und des ganzen frühen Mittelalters und bildete die große Brücke zwischen dem christlichen Altertum und dem Mittelalter. In der Theologie der Kirchenväter fand er das Instrument, die Heilige Schrift auszulegen. Nicht weniger beachtlich ist seine Kirchengeschichte Englands, in der er von der Invasion des Julius Caesar in England bis zu seiner eigenen Lebenszeit äußerst lebendig und anschaulich die Wurzeln der englischen Geschichte beschreibt. Beda stirbt am Fest Christi Himmelfahrt 735. Seine Gebeine ruhen in einer Seitenkapelle der Kathedrale von Durham in einem schönen antiken Sarkophag.
25. MAI HEILIGE MARIA MAGDALENA VON PAZZI
In Florenz 1566 geboren, trat Maria Magdalena von Pazzi bereits mit 16 Jahren in den dortigen Karmel ein. Als begnadete Mystikerin, in langen körperlichen und seelischen Leiden geläutert, unterstützte sie durch ihr Gebet die Erneuerung der Kirche und starb am 25. Mai 1607 in Florenz.
26. MAI HEILIGER PHILIPP NERI
Seine Heiterkeit, Bedürfnislosigkeit und Nächstenliebe brachten Philipp Neri noch zu Lebzeiten den Beinamen Il Santo (der Heilige) ein. 1515 in Florenz geboren, verzichtete er auf eine Kaufmannskarriere und ging nach Rom, wo er 16 Jahre lang als Erzieher arbeitete. Währenddessen studierte er Theologie, wurde 1551 zum Priester geweiht und schloss sich einer Priestergemeinschaft an, aus der 1552 das Oratorium Philipp Neris erwuchs. In dieser Gruppe Gleichgesinnter verfolgte er vor allem die Idee der sittlichen Erneuerung Roms. Er wandte neue Seelsorgemethoden an, wie Kinderpredigten, religiöse Lieder in der Volkssprache, Wallfahrten, geistliche Übungen, Gebetsstunden usw. Dadurch gewann er großen Einfluß und war mit vielen Päpsten, Kardinalen, mit Karl Borromäus und Franz von Sales befreundet. Am 26. Mai 1595 starb er mit 80 Jahren in Rom.
28. Mai WILHELM war ein Enkel von Karl Martell und Feldherr unter Karl, dem Großen. 804 gründete er die Abtei Gellone, in die er zwei Jahre später als Laienbruder eintrat, um dort die einfachsten Arbeiten zu erledigen. Die Überlieferung berichtet, Benedikt von Aniane habe ihn als Mönch in den Orden aufgenommen.
Schon bald nach seinem Tod wurde Wilhelm hoch verehrt. Das "Chanson de geste" verherrlicht sein Leben als Kriegsheld und Mönch, es diente Wolfram von Eschenbach als Vorlage für sein Versepos "Willehalm".
Patron der Waffenschmiede
30. MAI HEILIGE JEANNE D'ARC
Jeanne wurde am 6. Januar 1412 in Domremy, einem kleinen Dorf auf der Grenze zwischen der Champagne und Lothringen gelegen, geboren. Von ihrem 13. Lebensjahr an hörte sie überirdische Stimmen und hatte Heiligenerscheinungen.
Frankreich war seit 1337 in den Hundertjährigen Krieg verwickelt, in dem die englischen Könige Anspruch auf den französischen Thron erhoben. Im Kampf um sein Erbe wurde Kronprinz Karl VII. 1428 von den Engländern in der Festung Orleans eingeschlossen. Ihre Erscheinungen forderten sie auf, den Kronprinzen zu retten. So bestieg sie im Februar 1429, mit Männerkleidung und Waffenrüstung, ein Pferd und gelangte mitten durch das vom Feind besetzte Land zum Kronprinzen. Sie überzeugte ihn von ihrer außergewöhnlichen Sendung, und so erkämpfte er in einer dreitägigen Ausfallschlacht den Abzug der Engländer. Am 17. Juli 1429 führte Jeanne Karl VII. nach Reims, wo er zum König gesalbt wurde. 1430 fiel sie in die Hand der Burgunder, die sie für ein hohes Lösegeld an die Engländer verkauften.
Für Jeanne begann eine furchtbare Leidenszeit. Man begann einen politischen Schauprozess. Nach drei Monaten Verhör wurde sie am 30. Mai 1431 in Rouen als Hexe, Hure und Zauberin auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Nicht lange nach ihrem Tod hob man das Urteil wieder auf. 1909 wurde sie selig-, 1921 heiliggesprochen.
31. MAI HEILIGE MECHTHILD
Mechthild von Dießen zeichnete sich durch tiefen Glauben und Bescheidenheit aus. Geboren zu Beginn des zwölften Jahrhunderts, wurde sie mit fünf Jahren den Augustinerinnen in Dießen zur Erziehung übergeben. Früh entwickelte sie eine große Frömmigkeit, trat dem Kanonissenstift St. Stephan in Dießen als Augustiner-Chorfrau bei und war dort mehrere Jahre Priorin, bevor der Augsburger Bischof sie 1153 zur Äbtissin des Klosters Edelstetten ernannte. Mechthild übernahm das Amt erst auf Aufforderung von Papst Anastasius IV. In kurzer Zeit lang es ihr, das Klosterwesen in Edelstetten zu reformieren. Mechthild starb 1160. Ihre Gebeine wurden 1468 erhoben.
|
|
|